Steckbrief Nacktschnecken


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Bei Nacktschnecken hat sich das Gehäuse zurückgebildet. Somit ist auch kein Eingeweidesack vorhanden und der Körper besteht praktisch nur aus dem Fuß. Bei einigen Arten ist das Gehäuse noch angelegt, wird später aber von der Haut überwachsen. Relativ häufig sind in Deutschland die rote Wegschnecke , der große Schnegel bzw. die große Egelschnecke und die genetzte Ackerschnecke.

• Größe

Die größte Nacktschnecke Deutschlands ist der große Schnegel, der bis zu 20 cm lang werden kann. Die rote Wegschnecke erreicht eine Länge von 15 cm, die genetzte Ackerschnecke eine Größe zwischen 4 und 6 cm.

• Aussehen

Nacktschnecken besitzen einen langen gestreckten, wurmförmigen Körper. Bei der roten Wegschnecke findet man eine außerordentliche Veränderung in der Färbung. Ihr Körper kann rot, braun, schwarz, selten auch weiß gefärbt sein, der Fußsaum ist meist rot bis bräunlich. Auf der rechten Seite befindet sich ein großes Atemloch. Der große Schnegel besitzt eine graugrüne bis graubraune Färbung mit schwarzen Flecken und Streifen. Auch er trägt auf der rechten Seite ein Atemloch. Der Körper der Genetzten Ackerschnecke ist hellbraun, beige oder grau mit einer netzartigen, dunklen Zeichnung.

• Lebensraum

Wie die meisten Landschnecken bevorzugen die Nacktschnecken feuchte und schattige Stellen in Wäldern, Parks, Gärten und Wiesen. Sie halten sich auf dem Boden, auf Pflanzen, unter Steinhaufen, Laub oder Totholz auf. Einige Schneckenarten (u.a. die Wegschnecken) dringen aber auch regelmäßig in den Boden ein. Dort erweisen sich Nacktschnecken als außerordentlich flexibel und sind in der Lage, ihren Körper durch erstaunlich enge Bodenöffnungen zu zwängen.

• Besonderheiten

Nacktschneckenarten, die in den Boden eindringen, können im Garten oder auf dem Feld durch unterirdischen Fraß an Wurzeln oder Knollen starke Schäden anrichten. In feuchten Jahren kann es bei der genetzten Ackerschnecke zur Massenentwicklung kommen, was erhebliche Verluste bei den Kulturpflanzen zur Folge hat.

Von: Monika, Demet, Berfin und Seher